Zarte Striche, harte Kontraste: Ein Spiel mit Licht und Schatten
Mit Licht und Schatten experimentieren und gleichzeitig Kunstschaffende in der Ukraine unterstützen: Am Wochenende vom 24. und 25. Oktober 2026 findet im Druckwerk der Workshop «Zarte Striche, harte Kontraste – Ein Spiel mit Licht und Schatten» statt.
Der Workshop wird wie angekündigt durchgeführt. Die Künstlerin Antonina Denisiuc kann krankheitsbedingt leider nicht anreisen. Der Workshop bietet weiterhin die Möglichkeit, eigene Motive zu entwickeln, verschiedene Schnitt- und Drucktechniken kennenzulernen und mit der Druckpresse zu arbeiten.
Das erwartet die Teilnehmenden:
- Einführung in Schnitt- und Drucktechniken
- Entwicklung und Umsetzung eines eigenen Motivs im Format A5, als Ein- oder Mehrplattendruck
- Praktische Arbeit an der Druckpresse
Der Workshop richtet sich an experimentierfreudige Einsteiger und professionelle Drucker. Die Kurssprachen sind Deutsch, Ukrainisch, Englisch und Französisch.
Daten und Anmeldung
24.und 25. Oktober 2026, jeweils von 11.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Druckwerk
Kosten: CHF 50 für einen Tag, CHF 100 für beide Tage. Farben und Verbrauchsmaterialien sind inklusive; Papier und Linolplatte sind nicht inbegriffen.
Anmeldungen sind bis einschliesslich Samstag möglich: office@druckwerk.ch
Neu-Konzipierung Ausstellung «Feder, Stein, Papier»: Die Leerstelle Ukraine
Vom 6. bis 21. November 2026 zeigt die Galerie Maison 44 die Ausstellung «Feder, Stein, Papier». Da die Werke der ukrainischen Künstlerin Antonina Denisiuc nicht nach Basel transportiert werden konnten, haben die Verantwortlichen das Ausstellungskonzept neu ausgerichtet.
Im Zentrum steht nun die Frage, welche Bedeutung die Ukraine für das kulturelle Erbe und die Gegenwart Europas hat. Die fehlenden Werke werden bewusst nicht durch andere ersetzt. Stattdessen wird ihre Abwesenheit als «Leerstelle» sichtbar gemacht: Blau-gelbe Werklegenden ohne Text verweisen auf die fehlenden Arbeiten. An den Leseabenden wird die leere Wand zum weissen Blatt, auf dem Worte die fehlenden Bilder gedanklich entstehen lassen.
Die Ausstellung bringt vier Werkgruppen der Moderne und Gegenwart miteinander ins Gespräch: Werke von Antoni Tàpies (Spanien), Oleg Ljubkiwskyi (Ukraine), Viktor Kolibàl und Judith Schifferle (Finnland/Basel) sowie Marianne Flury und Willi Roth (Basel).
Die Leerstelle verweist zugleich auf die tragische Kulturgeschichte der Ukraine und die systematische Zerstörung ihrer Kulturgüter. Die Ausstellung lädt dazu ein, über die Bedeutung künstlerischer Arbeit und des kulturellen Überlebens unter Kriegsbedingungen, in Gefangenschaft und unter Zensur nachzudenken. Sie macht deutlich, dass jede Kultur und jede Sprache ein unverzichtbarer Teil Europas ist und geschützt werden muss.
Rahmenprogramm und Öffnungszeiten
Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm mit Gesprächen und Leseabenden begleitet.
Galerie Maison 44
6.–21. November 2026
Mittwoch und Freitag: 15.00–18.00 Uhr
Samstag: 11.00–13.00 Uhr
Die im Workshop entstandenen Linoldrucke werden im Druckwerk im Keller ausgestellt. Einnahmen aus ihrem Verkauf kommen wie geplant Antonina Denisiuc und ihrem Netzwerk zur Unterstützung kriegsverletzter Kunstschaffender in der Ukraine zugute.